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Macht ohne Kontrolle - Die Troika, 1 DVD
9,77 € *
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Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Wirtschaftsjournalist und Bestseller-Autor Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Die Technokraten der drei Institutionen IWF, EZB und Europäische Kommission der Troika agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA, und befragt Minister, Ökonomen, Anwälte, Bänker, Betroffene. Wer Geld hat, lebt, wer kein Geld hat, stirbt, sagt der Arzt Georgios Vichas. Genauso absurd wie die Gesundheitspolitik ist die Mindestlohnpolitik, die die Troika den verschuldeten Ländern abverlangt. Dass Sparen so nicht funktionieren kann, erklärt der Nobelpreisträger Paul Krugman.

Anbieter: Dodax AT
Stand: 18.01.2020
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Macht ohne Kontrolle - Die Troika, 1 DVD
9,78 € *
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Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Wirtschaftsjournalist und Bestseller-Autor Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Die Technokraten der drei Institutionen IWF, EZB und Europäische Kommission der Troika agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA, und befragt Minister, Ökonomen, Anwälte, Bänker, Betroffene. Wer Geld hat, lebt, wer kein Geld hat, stirbt, sagt der Arzt Georgios Vichas. Genauso absurd wie die Gesundheitspolitik ist die Mindestlohnpolitik, die die Troika den verschuldeten Ländern abverlangt. Dass Sparen so nicht funktionieren kann, erklärt der Nobelpreisträger Paul Krugman.

Anbieter: Dodax
Stand: 18.01.2020
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Integration durch Kultur
49,00 € *
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Inhaltlich unveränderte Neuauflage. Politik und Bundesverfassungsgericht sind sich einig: Fernsehen hat in te gra ti ve Wirkung. So erklärt sich die Idee, den Kulturkanal Arte überhaupt mit dem An spruch der Integration zu gründen. Die Aufgabe von Arte besteht, grob ge sagt, darin, dem Menschen verschiedene Identitäten anzubieten, die gleich wer tig nebeneinander stehen sollen. Das Ziel ist es also nicht, einen eu ro päischen Einheitsbrei zu erzeugen, sondern die europäische Identität neben die nationale Identität des Einzelnen zu stellen. Emily Mühlfeld untersucht die Voraussetzungen zur Entstehung des europäischen Kulturkanals und seine Mög lichkeiten, die Zuschauer in einen europäischen Kommunikationsraum zu in tegrieren. Das Buch richtet sich an Europa- und Fernseh-Interessierte und nicht zuletzt an die Zuschauerschaft von Arte selbst, die mehr darüber erfahren möchte, was hinter der Mattscheibe läuft.

Anbieter: Dodax
Stand: 18.01.2020
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Friedensgutachten 2011
3,86 € *
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Das Friedensgutachten 2011stellt revolutionäre Umbrüche, Krieg und Intervention im arabischen Raum an den Anfang seiner Bilanz. Sie haben die europäische Politik überrascht. Was sagt das über Europa? Wir fragen nach Ursachen und diskutieren Konsequenzen.Der Zustand des Friedensprojekts Europa nach drei Jahren Wirtschafts- und Finanzkrise steht im Mittelpunkt unseres Jahrbuchs. Die Integration galt lange als die politische Errungenschaft im jahrhundertelang so kriegerischen Europa. Gilt das nicht mehr? Wir diskutieren Leerstellen und Zukunftschancen des europäischen Projekts. Globalisierung und Migration fordern die nationalstaatlich verfassten Gesellschaften Europas heraus. Sind sie der neuen Wirklichkeit gewachsen? Europa wirbt mit dem Geist seiner Vielfalt als Kern seiner Identität. Diese Vision steht auf dem Spiel, auch gegenüber den Nachbarn im Osten und Süden. Was muss geschehen, damit daraus nicht ein Europa der Ängste und Egoismen wird?Zudem ziehen wir eine Bilanz der militärischen Interventionen in Afghanistan und in andere bewaffnete Konflikte oder humanitäre Katastrophen und untersuchen Rüstungstrends, Abrüstungschancen, die neue Strategie der NATO sowie die Reform der Bundeswehr. Das Friedensgutachten 2011 wird im Auftrag der fünf Institute herausgegeben von Margret Johannsen, Bruno Schoch, Corinna Hauswedell, Tobias Debiel und Christiane Fröhlich.www.friedensgutachten.de

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Friedensgutachten 2011
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Das Friedensgutachten 2011stellt revolutionäre Umbrüche, Krieg und Intervention im arabischen Raum an den Anfang seiner Bilanz. Sie haben die europäische Politik überrascht. Was sagt das über Europa? Wir fragen nach Ursachen und diskutieren Konsequenzen.Der Zustand des Friedensprojekts Europa nach drei Jahren Wirtschafts- und Finanzkrise steht im Mittelpunkt unseres Jahrbuchs. Die Integration galt lange als die politische Errungenschaft im jahrhundertelang so kriegerischen Europa. Gilt das nicht mehr? Wir diskutieren Leerstellen und Zukunftschancen des europäischen Projekts. Globalisierung und Migration fordern die nationalstaatlich verfassten Gesellschaften Europas heraus. Sind sie der neuen Wirklichkeit gewachsen? Europa wirbt mit dem Geist seiner Vielfalt als Kern seiner Identität. Diese Vision steht auf dem Spiel, auch gegenüber den Nachbarn im Osten und Süden. Was muss geschehen, damit daraus nicht ein Europa der Ängste und Egoismen wird?Zudem ziehen wir eine Bilanz der militärischen Interventionen in Afghanistan und in andere bewaffnete Konflikte oder humanitäre Katastrophen und untersuchen Rüstungstrends, Abrüstungschancen, die neue Strategie der NATO sowie die Reform der Bundeswehr. Das Friedensgutachten 2011 wird im Auftrag der fünf Institute herausgegeben von Margret Johannsen, Bruno Schoch, Corinna Hauswedell, Tobias Debiel und Christiane Fröhlich.www.friedensgutachten.de

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Stand: 18.01.2020
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Buch - Der neunzigste Geburtstag
23,00 € *
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Eine Geschichte aus der deutschen GegenwartWittenhagen in Brandenburg: Hedwig Leydenfrost lebt zusammen mit ihrem Bruder Leonhardt, einem pensionierten Bibliothekar, im Dorf ihrer Kindheit. Die Familie will im kommenden Sommer Hedwigs neunzigsten Geburtstag feiern und das Fest mit einer Spendenaktion für Flüchtlinge verbinden. Es ist das Jahr, in dem die Kanzlerin sagt: "Wir schaffen das." Die Monate vergehen, es wird Winter und bitterkalt in der märkischen Provinz. Auf Eis und Schnee folgt die Schlehen- und Apfelblüte. Die Jahreszeiten wechseln sich ab, das große Fest für Hedwig Leydenfrost rückt immer näher. Der letzte Frühling, der letzte Sommer vielleicht nach einem langen Leben ...Erstmals seit über dreißig Jahren, nach seinen hochgelobten autobiographischen und kulturgeschichtlichen Büchern über Brandenburg und Preußen, erzählt Günter de Bruyn wieder eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leiden an der Politik, über den Wert unserer Erinnerung und eine fremd gewordene Zeit.In seinem ersten Roman seit über 30 Jahren erzählt Günter de Bruyn warmherzig und mit stiller Ironie von den Problemen unserer Gegenwart Dietmar Jacobsen Literaturkritik 20181206Bruyn, Günter deGünter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute im brandenburgischen Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung, dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays »Als Poesie gut« und »Die Zeit der schweren Not«, die autobiographischen Bände »Zwischenbilanz« und »Vierzig Jahre« sowie die Romane »Buridans Esel« und »Neue Herrlichkeit«.Literaturpreise:Heinrich-Mann-Preis (1964)Lion-Feuchtwanger-Preis (1982)Ehrengabe des Kulturkreises des Bundesverbandes der deutschen Industrie (1987)Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck (1989)Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (1990)Ehrendoktor der Universität Freiburg (1990)Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der schönen Künste (1993)Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (1996)Brandenburgischer Literaturpreis (1996)Jean-Paul-Preis (1997)Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität, Berlin (1998)Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik (2000)Friedrich-Schiedel-Literaturpreis (2000)Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung (2002)Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache (2006)Hanns Martin Schleyer-Preis (2007)Hoffmann-von-Fallersleben-Preis (2008)Preis für deutsche und europäische Verständigung der Deutschen Gesellschaft e.V. (2010)Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay (2011)

Anbieter: yomonda
Stand: 18.01.2020
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Klöster und Landschaft
20,40 € *
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Ein altüberliefertes kirchliches Sprichwort sagt: "Bernardus valles, montes Benedictus amavit, oppida Franciscus, magnas Ignatius urbes". Darin wird die Beobachtung beschrieben, dass die Zisterzienser ihre Klöster bevorzugt in Tälern anlegten, während die Benediktiner gern auf Höhen bauten, die Franziskaner in die Städte strebten und die Jesuiten für großstädtische Zentren optierten.Die christlichen Klöster haben seit je die sie umgebenden Landschaften und Siedlungen mitgestaltet und kulturräumlich geprägt. Dies erfolgte in den verschiedenen Epochen der Kirchengeschichte in je unterschiedlicher Weise. Mehr oder weniger deutlich spiegeln sich darin die religiösen Intentionen der einzelnen Orden.Am 26. und 27. Oktober 2007 fand in der Clarholzer Zehntscheune zum 15. Mal seit 1993 ein kirchengeschichtliches Seminar in Zusammenarbeit der Volkshochschule Reckenberg-Ems (Rheda-Wiedenbrück) mit dem Freundeskreis Propstei Clarholz statt. Es hatte sich das Thema gesetzt: "Klöster und Landschaft. Das kulturräumliche Erbe der Orden". Dabei ging es um Anlagen der beiden großen Reformorden des 12. Jahrhunderts, der Zisterzienser, die nach der Benediktsregel leben, und der Prämonstratenser, die der Augustinusregel folgen. Die einzelnen Vorträge stellten Beispiele aus verschiedenen deutschen Landschaften dar. Westfalen war durch die von den Prämonstratensern in Clarholz geschaffene Anlage repräsentiert.Ihr Werk, die Erde als Kulturlandschaft zu gestalten, begriffen die christlichen Orden als Mitwirkung am göttlichen Schöpfungsauftrag. Das von ihnen überlieferte Landschaftsbild birgt eine Sinn-Ressource, die gehütet werden will und der Pflege bedarf, aber großen Gefährdungen ausgesetzt ist, auch im heimischen Fall.Immerhin hat in der Politik ein Umdenken begonnen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel betonte vor dem Rat für nachhaltige Entwicklung, die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Bodenverbrauch sei eine der ambitioniertesten Aufgaben der Bundesregierung, sie will den derzeitigen Flächenverbrauch in Deutschland von rund 100 Hektar pro Tag bis 2020 auf 30 Hektar senken. Die "Europäische Landschaftskonvetion", eine Initiative des Europarats aus dem Jahr 2000, wird einen Rahmen für die Sicherung und Entwicklung europäischer Landschaften schaffen.Dieses wichtige Anliegen unterstützt der Westfälische Heimatbund durch Veröffentlichung der in Clarholz gehaltenen Vorträge in diesem Buch.

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Stand: 18.01.2020
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Klöster und Landschaft
19,80 € *
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Ein altüberliefertes kirchliches Sprichwort sagt: "Bernardus valles, montes Benedictus amavit, oppida Franciscus, magnas Ignatius urbes". Darin wird die Beobachtung beschrieben, dass die Zisterzienser ihre Klöster bevorzugt in Tälern anlegten, während die Benediktiner gern auf Höhen bauten, die Franziskaner in die Städte strebten und die Jesuiten für großstädtische Zentren optierten.Die christlichen Klöster haben seit je die sie umgebenden Landschaften und Siedlungen mitgestaltet und kulturräumlich geprägt. Dies erfolgte in den verschiedenen Epochen der Kirchengeschichte in je unterschiedlicher Weise. Mehr oder weniger deutlich spiegeln sich darin die religiösen Intentionen der einzelnen Orden.Am 26. und 27. Oktober 2007 fand in der Clarholzer Zehntscheune zum 15. Mal seit 1993 ein kirchengeschichtliches Seminar in Zusammenarbeit der Volkshochschule Reckenberg-Ems (Rheda-Wiedenbrück) mit dem Freundeskreis Propstei Clarholz statt. Es hatte sich das Thema gesetzt: "Klöster und Landschaft. Das kulturräumliche Erbe der Orden". Dabei ging es um Anlagen der beiden großen Reformorden des 12. Jahrhunderts, der Zisterzienser, die nach der Benediktsregel leben, und der Prämonstratenser, die der Augustinusregel folgen. Die einzelnen Vorträge stellten Beispiele aus verschiedenen deutschen Landschaften dar. Westfalen war durch die von den Prämonstratensern in Clarholz geschaffene Anlage repräsentiert.Ihr Werk, die Erde als Kulturlandschaft zu gestalten, begriffen die christlichen Orden als Mitwirkung am göttlichen Schöpfungsauftrag. Das von ihnen überlieferte Landschaftsbild birgt eine Sinn-Ressource, die gehütet werden will und der Pflege bedarf, aber großen Gefährdungen ausgesetzt ist, auch im heimischen Fall.Immerhin hat in der Politik ein Umdenken begonnen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel betonte vor dem Rat für nachhaltige Entwicklung, die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Bodenverbrauch sei eine der ambitioniertesten Aufgaben der Bundesregierung, sie will den derzeitigen Flächenverbrauch in Deutschland von rund 100 Hektar pro Tag bis 2020 auf 30 Hektar senken. Die "Europäische Landschaftskonvetion", eine Initiative des Europarats aus dem Jahr 2000, wird einen Rahmen für die Sicherung und Entwicklung europäischer Landschaften schaffen.Dieses wichtige Anliegen unterstützt der Westfälische Heimatbund durch Veröffentlichung der in Clarholz gehaltenen Vorträge in diesem Buch.

Anbieter: Dodax
Stand: 18.01.2020
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Ukraina ad portas. Ist die Ukraine europäisch g...
39,80 € *
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Die Internationale wissenschaftliche Sommerschule „Greifswalder Ukrainicum“ feierte in ihrem Jubiläumsjahr nicht nur ihr zehnjähriges Bestehen, sondern auch eine Premiere, da sie mit überarbeitetem Konzept zum ersten Mal im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald veranstaltet wurde. Anknüpfend an die Tradition des bisherigen Greifswalder Ukrainicums richtete sie sich auch im Jahr 2005 an Akademiker und Nachwuchswissenschaftler aller historischen, gesellschaftswissenschaftlichen und philologischen Disziplinen. Dank der großzügigen Förderung durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung konnte das Greifswalder Ukrainicum in vielen Teilen neu konzipiert werden und präsentiert sich nun als ein internationales Forum der ukrainistischen Forschung und des wissenschaftlichen Austausches, auf dem jährlich im September jeweils zehn Tage lang in Vorträgen, Seminaren und Arbeitsgruppen aktuelle Fragen der ukrainischen Geschichte, Politik, Gesellschaft, Sprache, Literatur und des Rechts behandelt werden. Die Vorträge, Seminare und Arbeitsgruppen sind in jedem Jahr durch ein gemeinsames Thema verknüpft, welches besondere gesellschaftspolitische wie auch kulturelle Relevanz für Ostmittel- und Osteuropa besitzt, 2005 lautete das Thema: „Ukraina ad portas – Ist die Ukraine europäisch genug für die EU?“Diesem Thema näherten sich renommierte Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus dem In- und Ausland, darunter George Grabowicz von der Harvard University oder Jevhenija Karpylovs’ka von der Linguistischen Abteilung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Kyjiv. Die Ausführungen der Teilnehmer wurden als Vorträge oder Kurzreferate in Podiumsdiskussion präsentiert und verdeutlichten die verschiedenen, zum Teil auch gegenläufigen Aspekte des Themas „Ukraina ad portas“, so zum Beispiel die Beiträge zur gegenwärtigen Sprachsituation in der Ukraine von Valerij Mokienko und Aleksandr Petrenko. Neben den linguistischen Fragestellungen wurde im literaturwissenschaftlichen Teil die europäische Dimension der ukrainischen Literatur, die besonders prägnant in der Dissidenten- und Exilliteratur zum Ausdruck kommt (der sich die Vorträge von Anna-Halja Horbatsch, Rolf Göbner und Oksana Frankwicz widmeten), und ihrer Rezeption angesprochen, während sich die Historiker unter anderem in einer Podiumsdiskussion auf die ukrainische „Wahl für Europa“ – wie der Vortrag von Gerhard Simon treffend überschrieben war – konzentrierten oder in Einzelvorträgen die ukrainische Gedächtniskultur anhand von Poltava (Guido Hausmann) oder der Selbstdarstellung ukrainischer Geschichte und Konstruktion ukrainischer nationaler Identität(en) (Frank Golczewski) thematisierten.Einen besonderen Höhepunkt stellte die lebhafte Diskussionsrunde mit Journalisten überregionaler Tageszeitungen (Die Welt, Süddeutsche Zeitung, die tageszeitung), der ukrainischen Journalistin und Schriftstellerin Natal’ka Snjadanko (Lemberger Zeitung) und den Ukrainicumsteilnehmern unter der Moderation von Peter Hilkes vom „forum- Net.ukraine“ dar. Die Vorträge von Felix Rackwitz und Christian Gackenheimer vermittelten einen Einblick in das ukrainische Rechtssystem. Als vergnügliche Wissenschaft präsentierte Oksana Havryliv die Ukrainistik, indem sie höchst unterhaltsam ihr „Deutsch-Ukranisches Schimpfwörterbuch“ vorstellte.Die europäische Dimension der ukrainischen Kultur wurde an den A- benden besonders sinnfällig in Foren zur Literatur (Tymofij Havryliv, Serhij Žadan, Natal’ka Snjadanko), zum Film und zur Musik, die breiten Zuspruch von den Ukrainicumsteilnehmern und Greifswalder Bürgern erhielten.In dem vorliegenden Band wurden die meisten Beiträge des diesjährigen Ukrainicums aufgenommen, die als Referate gehalten wurden. Als roter Faden zieht sich dabei durch alle Beiträge das Interesse an der europäischen Perspektive der Ukraine. Den Auftakt bildet der Beitrag von Gerhard Simon, der – ohne sich in den Fallstricken schnell veraltender tagespolitischer Details zu verfangen – die wesentlichen Stationen der politischen Entwicklung nach der Orangenen Revolution nachzeichnet und auf die entscheidenden Umstände hinweist, die auch die künftige politische Entwicklung beeinflussen werden. Den im Großen und Ganzen positiven Tenor von Simons Studie teilt Natal’ka Snjadanko nicht, die sich in ihrem Beitrag mit den Folgen der Orangenen Revolution für die Kultur und den intellektuellen Diskurs beschäftigt. Die Autorin sieht hier noch einen großen Abstand, der die Ukrainer von einem europäischen Selbstverständnis als Ukrainer trennt. Auf die künftige Entwicklung der Ukraine hat zweifellos auch die „Erzählung“ von der eigenen Geschichte und die „Geschichten“ der Nachbarn über die Ukraine wichtigen Einfluss und so spürt Frank Golczewski dem Konstruktionsprozess nationaler Geschichte anhand von – wie er selbst sagt - 3½ Beispielen aus der ukrainischen Geschichte nach. Auch die Geschichte Kiews könnte als ein Beispiel der nationalen „Wiedererfindung“, wie es im Beitrag von Guido Hausmann heisst, dienen, in dem eher enzyklopädisch ausgerichteten Beitrag wird eine ausgewogene „faktographische Konstruktion“ der Kiewer Statdgeschichte präsentiert, die die polyethnische Geschichte dieser Stadt aus den nationalen Stereotypen löst, wozu nicht zuletzt auch die vielschichtige Bibliographie beiträgt.Der Konstruktionsprozess nationaler Klischees wird anschließend in dem vielleicht bedeutendsten Bühnenstück von Mykola Kuliš „Myna Mazajlo“ im Beitrag von Nina Kavunenko untersucht. Ein „europäisches Verständnis des Ukrainertums“ findet sich zweifellos im literarischen Werk des wohl bekanntesten ukrainischen Gegenwartsautors Jurij Andruchovyc, dem Tymofij Havryliv, selbst bedeutender ukrainischer Schriftsteller, in seiner Studie nachgeht und den literarischen Karneval, eines der sinnfälligsten Merkmale der ukrainischen Literatur der ersten Hälfte der 1990er Jahre beleuchtet. Auf eine ganz andere Art und Weise europäisch stellt sich Serhij Žadan, ein weiterer bekannter ukrainischer Gegenwartsautor, in seinem Werk dar, dessen lyrischer Teil Gegenstand der „impressionistischen“ Beobachtungen von Oleksander Myhed ist. Eine weitere europäische Dimension eröffnet sich in der Studie von Oksana Frankewicz zur ukrainischen Dissidentenbewegung und zum „Samvydav“. Neben den Arbeiten von Anna-Halja Horbatsch kann diese Untersuchung für den deutschsprachigen Raum als grundlegend gelten.Nach einem allgemeinen Überblick zur ukrainischen Sprache von Valerij Mokienko widmet sich Aleksandr Petrenko den Besonderheiten der Sprachsituation im Osten der Ukraine und auf der Krim. Jevhenija Karpylovs’ka verdeutlicht in ihrem Beitrag anhand der computergestützten Lexikographie die Impulse, welche die ukrainische Linguistik seit der Öffnung der Ukraine durch Europa erhielt. Oksana Havryliv präsentierte während des Ukrainicums das erste „Deutsch-Ukrainische Schimpfwörterbuch“, dessen theoretische Voraussetzungen sie in diesem Band darlegt.Den Band beschließt Christian Gackenheimers grundlegende Analyse der ukrainischen Verfassung und der Bürgerrechte in der Ukraine. Ihnen kommt gerade in einer politisch noch nicht völlig stabilisierten Region, aber auch im Hinblick auf die europäische Integration große Bedeutung zu.Das Motto des X. Ukrainicums lautete „Ukraina ad portas. Ist die Ukraine europäisch genug für die EU?“ und die Vorträge und Diskussionen verdeutlichten, dass die Ukraine in ihrer kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung, im Gegensatz etwa zu Russland, die lange Tradition ihrer europäischen Verwurzelung pflegt und weiter festigt und in dieser Hinsicht keinesfalls „vor den Toren Europas“ steht, sondern sich mitten in Europa befindet. Ob sie europäisch genug für die EU ist, stellt sich v.a. auch als Frage von Struktureformen in Verwaltung und Wirtschaft - und damit hat gegenwärtig nicht nur die Ukraine Probleme.

Anbieter: Dodax AT
Stand: 18.01.2020
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